Ganz egal, ob du einen Onlineshop betreibst oder deine Produkte im traditionellen Einzelhandel anbietest, der Verkaufsprozess sollte so effizient wie möglich gestaltet werden. Von der Findung der richtigen Produktpalette über die Gestaltung deines Shops bis hin zur richtigen Kennzeichnung der Artikel muss einiges beachtet werden.
Die EAN ist dabei ein wichtiger Bestandteil und für Unternehmer:innen ein unverzichtbares Hilfsmittel zu Produktkennzeichnung. Doch was steckt hinter dem Begriff EAN und warum ist er so wichtig? Alles, was du zur EAN wissen musst, zeigen wir dir in diesem Beitrag.
Was ist eine EAN?
Die EAN (European Article Number) bezeichnet eine in der Regel 13-stellige Nummer unterhalb des Barcodes von Produkten. Sie wird im Einzelhandel genutzt, um Artikel weltweit zu unterscheiden – dafür wurde sie 2009 von der GTIN (Global Trade Item Number) abgelöst. Der Begriff EAN hat sich im Sprachgebrauch allerdings bis heute etabliert.
Wozu wird die EAN benötigt?
EAN-Codes dienen als Identifikationsnummer und erleichtern den Einzelhandel ungemein, indem sie es ermöglichen, Produkte weltweit unverwechselbar zu machen. Neben der Identifikation von Produkten beinhaltet der Code außerdem Informationen zum Preis des Artikels.
Dabei wird in der Regel eine 13-stellige Zahlenfolge verwendet. Manchmal muss der Code aufgrund der Größe des Produkts jedoch auf 8 Ziffern gekürzt werden. Das ist der Fall, wenn die EAN inklusive des Barcodes mehrmals 25 % der Produktvorderseite einnehmen würde.
Die wichtigsten Vorteile des EAN-Codes
- Einfache weltweite Identifizierung von Produkten (für Verkäufer:innen und Verbraucher:innen)
- Erhöhte Zuverlässigkeit
- Optimiertes Bestandsmanagement
- Minimierung von Fehlern bei der Produktverarbeitung (z.B. durch Tippfehler)
- Vereinfachter Verkauf durch Scannen des Codes
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Bedeutung der EAN im E-Commerce
Auch im Onlinehandel hat sich die EAN bzw. heute GTIN etabliert. Denn vor allem beim Vertrieb über Online-Marktplätze sind EAN-Codes mittlerweile hochrelevant: Als Händler:in bist du beim Verkauf deiner Produkte über Amazon, eBay und Co. zur Verwendung und Angabe einer GTIN bzw. EAN-Nummer verpflichtet. Die Plattformen möchten so einen verbesserten Überblick darüber gewinnen, welche Produkte Verkäufer:innen genau anbieten.
Aber auch wenn du deine Produkte selbst lagerst und versendest, helfen dir EANs, jeden Artikel schnell zu finden, zuzuordnen und nachzuverfolgen. So werden auch im E-Commerce verschiedene Prozessabläufe erheblich effizienter.
Struktur eines EAN-Codes
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Die EAN wird in der Regel in vier Zahlenblöcke unterteilt. Jeder dieser Blöcke übernimmt eine bestimmte Rolle bei der Identifizierung des Produkts.
Bei den ersten 2 Ziffern handelt es sich normalerweise um den Ländercode, der über das Herkunftsland des Herstellers Auskunft gibt.
Die darauffolgende Zahlenabfolge wird Herstellercode oder Unternehmensnummer genannt und enthält Informationen über das Unternehmen, welches den Artikel verkauft. Dieser Code ist besonders wichtig und muss bei der zuständigen Vergabestelle beantragt werden.
Die 5-stellige Artikelnummer wird meist vom Hersteller bzw. vom Unternehmen vergeben. Diese Ziffer beinhaltet Informationen zu den jeweiligen Eigenschaften des Artikels.
Die finale Ziffer wird auch als Prüfziffer bezeichnet und agiert als Bestätigungsnummer für das jeweilige Produkt.
Bei der gekürzten 8-stelligen Version des EAN-Codes findet man hingegen nur den Ländercode, die Artikelnummer und die finale Prüfziffer.
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Wo kann ich die EAN finden?
Die EAN kannst du auf fast jedem Artikel im Handel finden. Normalerweise wird sie zusammen mit einem Barcode direkt auf die Verpackung bzw. auf einem Aufkleber auf das Produkt gedruckt. Der Barcode ist für einige Kassensysteme besonders wichtig, da sie Barcode-Scanner nutzen, um den EAN-Code entschlüsseln und zuordnen zu können.
Wie erhalte ich einen EAN-Barcode?
Wenn du EAN-Codes benötigst, musst du diese offiziell bei der GS1 Germany GmbH beantragen. Diese vergibt die Codes in der Regel blockweise, wobei du vorher entscheiden kannst, ob du einen Block mit 10, 1.000, 10.000 oder 100.000 Codes benötigst. Die jährliche Gebühr hängt dann von der ausgewählten Blockgröße ab.
Bei der Beantragung kannst du mittlerweile auch auf Anbieter:innen online zurückgreifen. Hierbei ist es jedoch sehr wichtig, dass diese der GS1-Norm entsprechen.
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Fazit
Wenn du im Einzelhandel tätig bist, ist der EAN-Code also ein fester Bestandteil deines Alltags und für die Organisation und den Verkauf deiner Artikel unverzichtbar. Die EAN ermöglicht nicht nur die eindeutige Identifikation von Produkten weltweit, sondern umfasst auch Informationen zum Preis, Produkt, sowie dem Hersteller oder der Herstellerin.