Inhaltsverzeichnis
Wenn du Cremes, Seren, Seifen oder andere Haut- und Haarpflegeprodukte online verkaufst, ist eine effektive Marketing- und Markenstrategie eine der besten Methoden, um den Umsatz zu steigern und deine Produkte bekannt zu machen.
Erfolgreiche Marketingpläne beinhalten oft Social-Media-Kampagnen, Kooperationen mit Influencer:innen und die Erstellung von Content. Aber alles beginnt mit den Grundlagen deines Unternehmens: Du musst zuerst deine Marke, deine Produktbeschreibungen und deine Differenzierung von Mitbewerber:innen definieren.
Die einzigartige Markenstimme und das Verständnis deiner Zielgruppe sind entscheidend, um zu wissen, wie du deine Marke vermarkten kannst. Jede Hautpflegemarke ist unterschiedlich in der Wahl ihrer Zielgruppe, ihres Erscheinungsbildes und ihres Produktangebots.
Dennoch gibt es einige Gemeinsamkeiten bei Hautpflegeunternehmen, die es sich lohnt, zu untersuchen: Wie sollte eine Produktseite gestaltet sein? Welche Details sind für Kund:innen besonders wichtig? Wie entdecken Kund:innen ihr nächstes Lieblingsprodukt?
In diesem Leitfaden lernst du effektive Strategien für dein Hautpflege Marketing kennen, darunter Ideen zur Hautpflegepromotion, Werbung für Hautpflegeprodukte und mehr.
Mehr erfahren: Wie du deine eigene Hautpflegelinie startest
Wie du Hautpflegeprodukte online vermarktest
- Verstehe deine Hautpflegemarke, deine Mitbewerber:innen und deinen Zielmarkt
- Schreibe überzeugende Produktbeschreibungen für Hautpflegeprodukte
- Nutze Social-Media-Marketing
- Arbeite mit Influencer:innen im Bereich Hautpflege zusammen
- Investiere in Content-Marketing
- Achte auf Hautpflege-SEO
- Tauche in SMS-Marketing ein
Wenn die Marketingstrategie nicht stimmt, können sogar Unternehmen mit einem großartigen Produkt Schwierigkeiten haben, Verkäufe zu generieren.
Damit dir das nicht passiert, lernst du hier die verschiedenen Arten von Hautpflege Marketing kennen, mit deren Hilfe du Aufmerksamkeit für deine Hautpflegeprodukte gewinnst.
1. Verstehe deine Hautpflegemarke, deine Mitbewerber:innen und deinen Zielmarkt
Zu entscheiden, was genau deine Marke ist und wer sie kaufen wird, ist der erste Schritt deines Marketingplans. Du kannst potenziellen Kund:innen nicht sagen, was sie von deiner Hautpflegelinie erwarten können, bis du genau festgelegt hast, was du verkaufst und warum.
Definiere deine Hautpflegemarke
Deine Marke ist nicht nur dein Logo und dein Firmenname. Sie umfasst diese Dinge, aber auch die Definition deines Wertversprechens gehört dazu. Du musst herausfinden, welchen Nutzen du deinen Kund:innen mit deinem Produkt bieten kannst. Dein Wertversprechen sollte spezifisch sein, dich von Mitbewerber:innen abheben und den Käufer:innen mitteilen, welches Problem oder welchen „Schmerzpunkt“ du für sie löst.
Einige Fragen, die du dir stellen solltest:
- Was können deine Produkte, was andere nicht können? Sind sie einfacher zu verwenden oder effektiver als die Konkurrenz?
- Welches Haut-, Hygiene- oder kosmetische Problem können deine Produkte beheben oder verbessern?
- Was macht deine Hautpflegelinie einzigartig? Verwendest du spezielle oder rein natürliche Inhaltsstoffe? Setzt du dich für umweltfreundliche Praktiken ein?
Sei präzise. Ein Satz wie „Die beste Hautpflege der Welt!“ ist vage, übertrieben und sagt den Kund:innen nichts über deine Produkte.
Ein Satz wie „Saubere Hautpflege aus den besten Inhaltsstoffen“ hingegen vermittelt den Menschen, dass du dich für hochwertige, natürliche Inhaltsstoffe einsetzt und transparent über die Inhaltsstoffe deiner Produkte bist.
Nimm Glossier als Beispiel. Die Marke bezeichnet sich selbst als „The New Beauty Essentials” (Deutsch:
„Die neuen Schönheitsessenzen“). Sie verkauft „Hautpflege- und Schönheitsprodukte, inspiriert vom echten Leben.“ Das sagt den Kund:innen, dass sie etwas Einfaches erwarten können und die Marke eine Kollektion von Hautpflegebasics wie Reiniger und Feuchtigkeitscremes anbietet.
The Ordinary positioniert sich dagegen als „Clinical Formulations with Integrity” (Deutsch: „Klinische Formeln mit Integrität“). Das weist darauf hin, dass Kund:innen gut getestete Produkte mit nachweisbaren Ergebnissen erhalten. Der Claim ruft außerdem das Bild einer Person im Laborkittel hervor. Diese Markenidentität spiegelt sich auch in der Verpackung wider, die einen klaren Look bietet und die aktiven Inhaltsstoffe in jedem Produkt hervorhebt.
Recherchiere in deiner Vorbereitung verschiedene große Hautpflegemarken und analysiere, wie ihre Slogans und Designs zusammenpassen.
📚Ressource: Wie du eine Marke aufbaust
Kenne den Hautpflegemarkt
Der nächste Punkt auf deiner Checkliste ist herauszufinden, wer deine Kund:innen sind und was deine Mitbewerber:innen tun. Dies ist entscheidend für den Start einer Marketingkampagne. Schließlich möchtest du keine wertvolle Zeit und Geld verschwenden, um Menschen zu erreichen, die sich nicht einmal für Hautpflege interessieren.
Wenn du deine Kernzielgruppe kennst und weißt, was deine Kund:innen sehen möchten, kannst du später außerdem leichter neue Produkte entwickeln.
Nimm dir einen Moment Zeit, um dir folgende Fragen zu stellen:
- Wie alt sind deine Kund:innen, welches Geschlecht haben sie, welche Ethnie und welches Einkommensniveau?
- Was sind ihre Interessen und Hobbys?
- Wo wohnen sie?
- Welche sozialen Medien nutzen sie am meisten?
- Was erwarten sie von den Hautpflegeprodukten, die sie verwenden?
- Welche Produkte verwenden sie derzeit?
- Was würde sie motivieren, ein neues Produkt auszuprobieren?
Du kannst noch tiefer in deine Zielgruppe eintauchen, indem du deine eigene bestehende Kundendatenbank analysierst, deine Kund:innen mit einem Tool wie SurveyMonkey befragst oder externe Branchendaten heraussuchst.
Um einen Eindruck vom Markt der Mitbewerber:innen zu bekommen, schaue dir ihre Websites, Werbung und Social-Media-Beiträge an. Dort kannst du ein Gefühl dafür entwickeln, wie sie verkaufen. Wie sehen die Models aus? In welchen Umgebungen präsentieren sie ihre Produkte? Vermitteln sie ein Gefühl von Luxus oder von etwas Erschwinglicherem?
📚Ressource: Wie du deine Zielgruppe erreichst
2. Schreibe überzeugende Produktbeschreibungen für Hautpflegeprodukte
Ein entscheidender Bestandteil von effektivem Hautpflege Marketing ist deine Fähigkeit, die wichtigsten Einwände deiner Kund:innen zu verstehen und zu entkräften – also jeden Grund, der sie zögern lässt, einen Kauf abzuschließen. Ein Produktbild und ein auffälliger „Jetzt kaufen“-Button reichen nicht aus, insbesondere wenn du ein Luxus-Hautpflegeprodukt verkaufst.
Die Ängste deiner Kund:innen spielen eine entscheidende Rolle bei ihrer Kaufentscheidung. Bei den meisten Hautpflegeprodukten ist die größte Angst der Menschen: „Wird es funktionieren?“ Sie wollen Beweise, aber sie sitzen zu Hause vor ihrem Bildschirm und können das Produkt nicht ausprobieren. Wie kannst du diese Angst zerstreuen und konkrete Beweise liefern, dass sie dein Produkt in den Warenkorb legen sollten?
Detaillierte Produktbeschreibungen, die potenzielle Einwände deiner Kund:innen ansprechen, geben ihnen das Vertrauen, zu kaufen.
Was ist das Ergebnis deiner Hautpflegeprodukte?
Menschen kaufen keine Produkte, sie kaufen Ergebnisse. Kund:innen suchen nach Lösungen, die ihnen helfen können. Deine Produkte sind nur ein Werkzeug, das sie verwenden, um dorthin zu gelangen.
Zum Beispiel hat das Interesse der Kund:innen an Aknebehandlungen wenig damit zu tun, dass sie begeistert sind, ihren Arzneischrank mit einem weiteren Produkt zu füllen. Sie kaufen diese Produkte, weil sie ihre Akne behandeln und beseitigen möchten.
Unternehmen sehen ihre Produkte als Sammlung von Eigenschaften. Diese Eigenschaften sind auch wichtig. Aber um wirklich erfolgreich zu sein, müssen Verkäufer:innen von Hautpflegeprodukten anfangen, darüber nachzudenken, was ihre Kund:innen letztendlich wollen und was sie mit der Verwendung ihrer Produkte erreichen möchten.
Schau dir diese Produktbeschreibung für eine Anti-Aging-Nachtmaske von Estée Lauder an.

Nichts in diesem Text sagt den Kund:innen tatsächlich, was die Maske bewirken wird. Sie verspricht „jugendliche Feuchtigkeit“. Aber bedeutet das, dass es sich nur um eine Feuchtigkeitscreme handelt oder bekämpft sie feine Linien und Falten? Bedeutet „hilft, die Feuchtigkeit zu speichern“, dass sie eine Nachtcreme ersetzt? Wörter wie „frischer“ oder „erneuert“ klingen gut, sind aber vage.
Im Gegensatz dazu kommuniziert diese Akne-Behandlung von Origins deutlich klarer, was das Produkt bewirkt.

Die Beschreibung sagt den Käufer:innen, dass das Produkt funktioniert, indem es ölige Haut beseitigt und Verfärbungen korrigiert – genau das, wonach jemand mit Akne suchen könnte.
Oder schau dir diese Augencreme von Dr. Jart+ an.

Die Beschreibung benennt klar das Ergebnis: befeuchtete Haut und aufgehellte dunkle Augenringe.
Deine Beschreibungen müssen nicht lang, komplex oder poetisch sein – sage deinen Kund:innen einfach genau, was sie erwarten können.
Um die Erwartungen noch klarer zu machen, füge deinen Beschreibungen konkrete Anweisungen zur Anwendung des Produkts hinzu.
Inhaltsstoffe der Hautpflegeprodukte
Für Verbraucher:innen wird es zunehmend wichtiger, die vollständige Liste der Inhaltsstoffe eines Produkts zu sehen. Hautpflegeunternehmen müssen sich an diese neue und wachsende Nachfrage anpassen.
Oft geben Hautpflegeunternehmen eine teilweise Liste der Inhaltsstoffe an, entscheiden sich jedoch, den Rest nicht offenzulegen. Das ist unter Umständen nicht die beste Wahl. Wenn du alle Inhaltsstoffe auflistest, baust du Vertrauen bei potenziellen Kund:innen auf: Du zeigst, dass du nichts zu verbergen hast und dass du hinter deinen gewählten Formeln stehst.
Sieh dir dieses Gesichtsöl an, das von Net-A-Porter verkauft wird. Es listet jeden Inhaltsstoff auf und erklärt, was einige der verwirrend klingenden Wörter bedeuten. Du musst dabei auch nicht auf übertriebenes Marketing zurückgreifen. Es reicht aus, einfach die Inhaltsstoffe in einem separaten Tab oder Abschnitt aufzulisten, um Vertrauen zu gewinnen.

Wenn die Verwendung natürlicher Inhaltsstoffe Teil deiner Markenidentität ist, ist dies eine großartige Möglichkeit, das zu kommunizieren. Aber wenn das nicht dein Stil ist, ist das auch in Ordnung. Produkte mit Inhaltsstoffen, die nicht zu 100 % natürlich sind und Konservierungsstoffe enthalten, verkaufen sich nicht unbedingt schlechter als ihre vollständig natürlichen Alternativen – sie ziehen einfach unterschiedliche Kundensegmente an. Auch hier wiederum zählt die Transparenz.
Du kannst auch hervorheben, welche Inhaltsstoffe du nicht verwendest. Auf der Website von Sephora gibt es beispielsweise einen Abschnitt „Ingredient Callouts“ in den Produktbeschreibungen.
In diesem Abschnitt wird vermerkt, ob ein Produkt umstrittene Inhaltsstoffe wie Phthalate (die in Kunststoffen verwendet werden), Parabene (ein Konservierungsmittel) und Sulfate (die oft in Haarpflegeprodukten vorkommen) enthält oder nicht. Dies sind nützliche Informationen für alle, die Produkte ohne diese Inhaltsstoffe suchen.
Das Unternehmen hat auch eine eigene „Clean at Sephora“-Kennzeichnung für Produkte, die frei von einer Liste umstrittener Inhaltsstoffe sind.

Du kannst beispielsweise auch hervorheben, ob deine Produkte vegan oder tierversuchsfrei sind.
Beweise und Bewertungen für deine Hautpflegeprodukte
Es gibt keinen besseren Weg, um die Wirksamkeit deiner Produkte zu zeigen, als mit tatsächlichen Ergebnissen von Kund:innen. Wenn deine Produkte dermatologisch getestet wurden, erwähne dies auf deinen Produktseiten und füge vielleicht sogar eine Kennzeichnung oder eine Grafik hinzu, um es noch mehr zu betonen.
Estée Lauder beispielsweise fügt seinen Produktbeschreibungen einen speziellen Text hinzu, der die positiven Ergebnisse hervorhebt, die Frauen aller Ethnien mit den Produkten erzielt haben.

Obwohl die Stichprobengröße gering ist – beachte, dass die Marke transparent darüber ist – bietet dies dennoch Sicherheit für die Kund:innen.
Du kannst solches Feedback einfach sammeln, indem du um Kundenbewertungen bittest. Solche Rezensionen können nachweislich helfen, Käufer:innen zu überzeugen, einen Kauf zu tätigen.
Es ist verständlich, wenn du besorgt über negative Bewertungen bist. Doch selbst weniger positive Bewertungen schaffen Vertrauen, weil sie zeigen, dass du Kritik nicht versteckst.
Sephora nutzt dies zu seinem Vorteil, indem es allen Kund:innen mit einem Account erlaubt, eine Bewertung abzugeben.

Nicht nur bewerten die Kund:innen die Produkte und schreiben ihre Gedanken auf. Sie können auch Bilder davon einfügen, wie das Produkt ihre Haut oder Haare beeinflusst hat. Außerdem können alle Nutzer:innen ihren Haut- und Haartyp angeben. So können sich neue Kund:innen sicherer fühlen, dass die Bewertung auch für sie zutrifft.
Du kannst die Produkte auch nach den am höchsten bewerteten sortieren. Wenn du diese Strategien zusammennimmst, machen die Sephora-Kund:innen das Hautpflege Marketing für das Unternehmen ganz von allein.
3. Nutze Social-Media-Marketing
Social-Media-Marketing für deine Hautpflegemarke kann eine großartige Möglichkeit sein, Verkäufe zu generieren, Markenbekanntheit aufzubauen, Influencer:innen für Kooperationen zu finden und eine treue Kundenbasis aufzubauen. Das Beste? Du kannst diese Strategie kostenlos starten – es sei denn, du investierst direkt in bezahlte Werbung für deine Hautpflegeprodukte.
Doch für viele Einsteiger:innen ist der Start einer Social-Media-Strategie erstmal eine große Herausforderung. Es gibt zahlreiche Plattformen, die um Aufmerksamkeit kämpfen. Da kann es schwierig sein, zu wissen, wo du anfangen sollst. Der erste Schritt ist also, dich nicht zu überfordern.
Einige der Plattformen, die du ausprobieren kannst, sind:
Es gibt auch Nischenplattformen wie Tumblr und Reddit-Communities, aber die oben genannten sind die beliebtesten Optionen mit den größten Zielgruppen und die besten Orte, um zu starten.
Jede Plattform hat ihren eigenen Stil von Inhalten, speziell für Unternehmen erstellte Konten und integrierte Werbeoptionen. Das Publikum auf TikTok schätzt beispielsweise Authentizität und vertraute Gesichter. Du kannst sehr spezifisch werden, wenn du Facebook Custom Audiences auswählst, die du ansprechen möchtest. Während Snapchat und TikTok vollständig videobasiert sind, ermöglichen Facebook, X und Instagram eine Mischung aus Videos und Bildern.
Bei so vielen Plattformen ist es wichtig, dich nicht zu überlasten. Zu versuchen, jede Plattform gleichzeitig zu bedienen, ist ein Rezept für Erschöpfung und halbherzigen Content, der nicht die erhofften Interaktionen erzeugt. Es ist besser, auf ein oder zwei Plattformen sehr effektiv zu sein, als zu versuchen, mit allen Schritt zu halten. Das gilt insbesondere, wenn du ein kleines Team hast oder alleine arbeitest.
Um zu beginnen, identifiziere ein oder zwei Plattformen, auf denen du präsent sein möchtest. Schaue dir an, was deine Mitbewerber:innen tun und wie sie verschiedene Plattformen auf unterschiedliche Weise nutzen.
Für jede Plattform solltest du entscheiden:
- Was du dir von der Plattform erhoffst (z. B. mehr Verkäufe oder Markenbekanntheit)
- Wer deine Zielgruppe ist
- Was deine Ziele sind (z. B. eine bestimmte Anzahl von Follower:innen oder Interaktionen innerhalb von sechs Monaten)
- Welche Art von Inhalten du mit deinen Fähigkeiten erstellen wirst
Wenn du diese Entscheidungen getroffen hast, bleibst du später leichter auf Kurs und kannst bewerten, ob deine Strategie funktioniert oder ob Anpassungen erforderlich sind.
Schau dir als Nächstes an, was du tatsächlich posten solltest.
Zeige, wie deine Produkte funktionieren
Purl Beauty hat auf TikTok 1,1 Millionen Follower:innen mit seinem Account @Facialmasklab angezogen. Das Unternehmen nutzt diesen Account, um sein Tool zu vermarkten, mit dem Nutzer:innen ihre eigenen Gesichtsmasken zu Hause herstellen können. In den beliebten Videos zeigt die Marke, wie sie Masken mit einer Vielzahl von Zutaten herstellt, wie zum Beispiel in diesem Video mit Matcha-Grüntee. Die Videos geben praktische Inspiration, wie du die Maschine verwenden kannst.
Aktiviere dein TikTok-Publikum, indem du etwas Ähnliches tust: Zeige ihnen, wie sie einen Reiniger auftragen, einen Gesichtsroller verwenden oder Make-up-Entferner benutzen, um einen kompletten Glam-Look abzuschminken.
Poste an Tagen mit trendenden Hashtags
An jedem beliebigen Tag gibt es auf Social Media irgendeinen Anlass zu feiern. Für den #NationalCoffeeDay teilte Lush Fotos und einen Link zu seiner Cup O’ Coffee-Maske auf X.

Das ist eine unterhaltsame Möglichkeit, einen trendenden Hashtag in dein Hautpflege Marketing einzubauen und Momentum zu gewinnen. Hast du eine donut-förmige Seife? Der National Doughnut Day ist im Juni. Verwendest du rein natürliche Produkte? Der National Clean Beauty Day ist im Juli. Sieh dir diese englischsprachige Website an für weitere Tage, auf die du dich vorbereiten kannst.
Teile nutzergenerierte Inhalte und Influencer-Content
Wenn deine Kund:innen dich in sozialen Medien finden, kannst du von Menschen, die über deine Produkte posten, getaggt werden. Das kann sehr bestätigend und gleichzeitig aufregend sein. Wenn dies beispielsweise auf Instagram geschieht, kannst du den Beitrag ganz einfach in deinen Stories reposten.
Generell ist es die beste Social-Media-Etikette, dich bei den Nutzer:innen zu melden und um Erlaubnis zu bitten, ihren Beitrag zu reposten. Auf diese Weise zeigst du deinen Kund:innen Wertschätzung und kannst dich gleichzeitig für ihren Post bedanken. Du kannst solche Kundenbeiträge sogar aktiv fördern, indem du Rabattcodes als Anreiz für Posts anbietest. Es gibt noch eine weitere Möglichkeit, diese Inhalte zu generieren: Du kannst Influencer:innen damit beauftragen oder kostenlose Produkte an sie versenden.
Der Vorteil von Beiträgen etablierter Influencer:innen ist, dass sie in der Regel sehr professionell sind.
Erstelle Umfragen oder Aufrufe
Du weißt nicht, was du posten sollst? Dann kann es manchmal helfen, deiner Community einfach eine Frage zu stellen. Viele Plattformen haben integrierte Umfrageoptionen. Alternativ kannst du deine Follower:innen einfach bitten, in den Kommentaren zu antworten. Dies fördert die Interaktion, indem es die Menschen ermutigt, auf deine Beiträge zu reagieren.
Zum Beispiel veröffentlichte Neutrogena ein TikTok-Video mit der Frage des Tages: „Welches Produkt nimmst du mit in die Wüste?” Dies ist eine unterhaltsame Möglichkeit, mit deiner Community zu interagieren und einige der Lieblingsartikel deiner Follower:innen hervorzuheben.
📚Ressource: Mehr als Likes und Follows: Wie du eine Social-Media-Strategie erstellst, die verkauft
4. Arbeite mit Influencer:innen im Bereich Hautpflege zusammen
Nimm das Beispiel von CeraVe. Jetzt im Besitz von L’Oréal, ist CeraVe eine Hautpflegelinie, die Akne behandelt und seit 2005 existiert. Ihr Branding ist klinisch ausgerichtet – das einfache Design betont, dass die Formeln in Zusammenarbeit mit Dermatolog:innen entwickelt wurden.
Im Jahr 2020 hatte CeraVe einen viralen Moment, als der TikTok-Creator Hyram Yarbro, besser bekannt als @hyram, die Marke in einer Zusammenstellung von Drogerie-Hautpflegeoptionen lobte. Yarbro ist vielleicht kein Dermatologe. Aber er hat eine treue Anhängerschaft von fast sechs Millionen Menschen, die seinem Hautpflege-Rat vertrauen.
Seine Empfehlung gab der Marke neuen Schwung und führte zu Berichterstattung in Vogue, BuzzFeed und CNN. L’Oréal hat dann schlauerweise Yarbro als bezahlten Influencer unter Vertrag genommen und gemeinsam Video-Inhalte zur Förderung der Marke erstellt.
Du hast vielleicht nicht das Marketingbudget von L’Oréal oder das große Glück, von jemandem ausgewählt zu werden, der bereits Millionen von Follower:innen hat. Dieses Beispiel zeigt jedoch, wie einflussreich Influencer:innen sind und wie effektiv sie Aufmerksamkeit und sogar Medieninteresse für eine Marke wecken können.
Influencer:innen werden normalerweise nach der Anzahl ihrer Follower:innen kategorisiert. Hier ist eine allgemeine Übersicht:
- Nano-Influencer:innen: 1.000 bis 10.000 Follower:innen
- Micro-Influencer:innen: 10.000 bis 100.000 Follower:innen
- Mid-Tier-Influencer:innen: 100.000 bis 500.000 Follower:innen
- Macro-Influencer:innen: 500.000 bis 1 Million Follower:innen
- Mega-Influencer:innen: über 1 Million Follower:innen
Die Anzahl der Follower:innen korreliert damit, wie viel Vergütung Influencer:innen für eine Sponsoring-Partnerschaft verlangen können. Große Influencer:innen haben möglicherweise die größte Zielgruppe. Aber ein Deal mit ihnen kann schnell sechsstellige Beträge kosten und muss möglicherweise über Agent:innen oder Manager:innen abgewickelt werden. Diese Deals sind komplizierter, haben aber die größte Reichweite.
Andererseits verlangen kleinere Influencer:innen weniger Geld, und du kannst sie wahrscheinlich einfach durch eine Direktnachricht oder E-Mail kontaktieren. Daten zeigen auch, dass Nano-Influencer:innen höhere Engagement-Raten als größere Accounts haben – laut Grin 18 % pro Beitrag im Vergleich zu 4 % für Mega-Influencer:innen.
Die Auswahl von Influencer:innen für eine Kooperation erfordert etwas Recherche. Versuche, hautpflegebezogene Hashtags auf verschiedenen sozialen Medien zu durchsuchen, zum Beispiel auf TikTok, Instagram und Snapchat. Identifiziere dort Personen, die in diesem Bereich Einfluss haben.
Sobald du Accounts gefunden hast, die dich interessieren, kontaktiere sie, um nach Preisen zu fragen und herauszufinden, mit wem du zusammenarbeiten möchtest. Denk daran, dass du ihnen deine Marke schmackhaft machst. Lass sie wissen, warum deine Marke gut zu ihnen passt.
Wenn du einen Deal für Influencer-Marketing abschließt, ist es wichtig, die Erwartungen festzulegen: Zahlst du für einen einzelnen Feed-Beitrag? Eine mehrteilige Story? Eine Reihe von Videos? Kommuniziere klar deine Erwartungen und halte sie in einem Vertrag fest. Damit sorgst du für einen reibungslosen Ablauf für alle Beteiligten.
Für dein Hautpflege Marketing kannst du die Influencer:innen zum Beispiel bitten, dein Produkt in einem Video zu verwenden oder regelmäßige Updates darüber zu posten, wie das Produkt für sie funktioniert.
Du kannst auch dein Glück versuchen, indem du Influencer:innen einfach kostenlose Produkte zusendest. In der Branche bezeichnen Influencer:innen diese Geschenke als PR. Wenn eine große Schönheits- oder Hautpflegelinie herauskommt, gibt es oft einen regelrechten Hype, wer die begehrten Artikel erhält.
Aber das kann ein Glücksspiel sein. Viele Influencer:innen mit einer soliden Anhängerschaft werden keine positiven Beiträge nur im Austausch für kostenlose Produkte liefern. Und selbst wenn sie posten: Ohne eine bezahlte Vereinbarung und einen Vertrag kannst du nicht garantieren, dass sie positiv oder überhaupt über dein Produkt sprechen werden.
📚Ressourcen
- Influencer Marketing im E-Commerce: Wie gesponserte Beiträge zu Umsatz führen können
- Influencer-Preise: So viel kosten Influencer:innen 2025
5. Investiere in Content-Marketing
Inhalte zu erstellen, die deine Produkte begleiten, kann eine clevere Möglichkeit sein, sowohl den Traffic zu steigern als auch Vertrauen aufzubauen. Mehr als die Hälfte aller Marketer:innen integrieren Content-Marketing in ihre Strategie, denn es ist eine solide Methode, um Engagement und SEO-Traffic zu fördern und deine Marke aufzubauen. Es gibt sogar Menschen, die erfolgreich einen Blog in ein vollwertiges Unternehmen umgewandelt haben.
Wenn du ein Hautpflegeunternehmen betreibst, hast du wahrscheinlich lauter nützliche Informationen, die deine Kund:innen gerne wissen würden. Eine natürliche Möglichkeit, diese Informationen mit deiner Zielgruppe zu teilen, ist das Blogging. Nimm Dermstore als Beispiel: Der Online-Händler, der alles rund um Haut- und Haarpflege verkauft, betreibt einen Blog. Dort beantwortet das Unternehmen häufige Fragen, die seine Kund:innen wahrscheinlich bereits bei Google eingeben, zum Beispiel „Wie befeuchtet man trockenes Haar“, „Was tun Peptide für die Haut“ und „Wie findet man seinen Hauttyp.“ Solche Fragen auf dem Blog zu beantworten, ist eine kluge Möglichkeit, Dermstore in den Suchergebnissen sichtbar zu machen. Und das wiederum steigert die Aufrufe für seine Produkte.

Im Rahmen deiner Suchmaschinenoptimierung (dazu gleich mehr) kannst du Fragen brainstormen, die deine Kund:innen haben könnten, und sie in deinen eigenen Blogbeiträgen ansprechen. Denk daran, dass die Leute nach nützlichen Informationen suchen, nicht nur nach einer Werbung für Produkte. Nutze dein Fachwissen also, um ihnen zu helfen. Setze auch auf deine Stärken. Wenn deine Produkte bestimmte Inhaltsstoffe betonen, kannst du darüber schreiben, was diese Inhaltsstoffe bewirken und wie sie die Haut- oder Haargesundheit unterstützen. Vielleicht hast du großartige Tipps und Tricks, wie deine Kund:innen eine Hautpflegeroutine aufbauen können. Denke an alle Bedenken, die du mit deinen Produkten ansprechen möchtest, und wie du das in Inhalte umwandeln kannst, die deine Kund:innen nutzen können.
📚Ressource
Wie du einen Blog startest, den du zu einem Geschäft ausbauen kannst
6. Achte auf Hautpflege-SEO
Die grundlegende Prämisse des SEO-Marketings besteht darin, sicherzustellen, dass potenzielle Kund:innen, die nach Hautpflegeprodukten oder Informationen suchen, deine Seite leicht finden können.
Suchmaschinenoptimierung ist sowohl eine Kunst als auch eine Fähigkeit, der sich manche Menschen ihr ganzes Leben widmen. Aber du musst kein SEO-Genie sein, um zu beginnen.
Das Erste, was du berücksichtigen solltest, sind die Suchbegriffe. Wonach suchen deine Kund:innen, wenn sie auf deiner Seite landen (sollen)? Wenn du „Hautpflege“ in die Google-Suchleiste eingibst, kannst du bereits sehen, welche beliebten Suchbegriffe es gibt.

Du kannst auch leistungsstärkere Tools wie Moz’s Keyword Explorer oder Ahrefs verwenden, um Suchbegriffe zu bestimmen, für die du optimieren möchtest.
Schau dir diese (englischsprachige) SEO-Checkliste an, um zu sehen, wie du deine Seite für Suchmaschinen leicht auffindbar machen kannst.
📚Ressourcen
- Was ist SEO-Marketing? Definition, Bedeutung und Arten
- Wie schreibst du SEO-Content? Vorteile und Best Practices
7. Tauche in SMS-Marketing ein
SMS steht für Short Message Service. Da die Postfächer vieler Menschen mit Werbe-E-Mails überfüllt sind, ist SMS-Marketing eine großartige Möglichkeit, den Lärm zu durchdringen und deine Nachricht direkt auf die Telefone deiner Kund:innen zu bringen.
Bushbalm, eine Hautpflegemarke, setzt erfolgreich auf SMS-Marketing, um genau das zu tun. Mit Shopify-Tools sammelte Bushbalm beim Checkout-Prozess Telefonnummern von Kund:innen ein (natürlich mit deren Einverständnis).

Du kannst diese Marketingmethode nutzen, um Produkte zu bewerben, Verkäufe und Rabatte anzukündigen und Kundenloyalität aufzubauen. Und das ist besonders effektiv: Die Öffnungsraten für SMS-Marketing liegen im Durchschnitt bei bis zu 98 %. 90 % der Nachrichten werden sogar innerhalb von drei Minuten geöffnet.
Der Vorteil hierbei ist, dass es sich um eine Opt-in-Marketingform handelt. Das bedeutet, dass die Personen, die sich für Textnachrichten anmelden, wirklich von dir hören möchten. Du wirst vielleicht eine kleinere Kontaktliste generieren als mit E-Mails, aber es ist auch eine Liste deiner loyalsten Kund:innen.
Der Nachteil ist, dass SMS-Marketing teuer sein kann. In der Regel bieten SMS-Software-Provider monatliche Abos mit SMS-Flatrates an. Es kann aber auch sein, dass du für jede Nachricht einzeln zahlen musst. Egal, welche Variante du wählst, die Investition kann sich auszahlen. Bushbalm beispielsweise erzielt eine Rendite von 1,30 $ pro gesendeter SMS bei Kosten von 0,50 bis maximal 1,75 $.
Es gibt aber auch rechtliche Aspekte zu beachten. SMS-Marketing muss wie jede andere Kontaktform die Datenschutzrichtlinien einhalten. Die gute Nachricht ist, dass Shopify SMS-Marketing-Apps bereits datenschutzkonform sind.
Einige Apps, die du ausprobieren kannst, sind:
📚Ressource: SMS-Marketing-Leitfaden: Tipps, Beispiele und Tools
Von Ideen zu Taten
Du solltest nun gut gerüstet sein, um dein Hautpflege Marketing in die Tat umzusetzen. Du hast gelernt, wie du deine Produktbeschreibungen ansprechend gestaltest und wie du mehr Aufmerksamkeit auf deine Seite lenkst. Jetzt ist es Zeit, weiter zu recherchieren, was andere Hautpflegemarken tun, und weiter zu experimentieren.
Bereit, dein Unternehmen zu gründen? Starte deine kostenlose Testversion von Shopify – keine Kreditkarte erforderlich.
Häufig gestellte Fragen zum Hautpflege Marketing
Wie bewerbe ich meine Hautpflegeprodukte?
Es gibt viele Möglichkeiten, deine Hautpflegeprodukte zu bewerben. Du kannst deine Produkte über Social Media, SEO-Targeting, via SMS, durch Influencer:innen oder mit Content-Marketing vermarkten. Du kannst auch Social-Media-Werbung ausprobieren, wie zum Beispiel auf Facebook oder Instagram. Alternativ kannst du auch Anzeigen auf Google schalten.
Ist ein Hautpflegegeschäft profitabel?
Es kann profitabel sein! Es gibt viele Beispiele für erfolgreiche Hautpflegeunternehmen. Ein solider Plan für dein Hautpflege Marketing kann dir helfen, eines davon zu werden.
Was ist der Zielmarkt für Hautpflegeprodukte?
Der Zielmarkt für deine Hautpflegeprodukte variiert je nachdem, was du verkaufst. Einige Marken richten sich an ältere Erwachsene mit Anti-Aging-Produkten, während andere ausschließlich Produkte für Männer herstellen.
Gibt es einen Markt für Hautpflegeprodukte?
Es gibt absolut einen Markt für Hautpflegeprodukte. Die Bestimmung deiner Zielkund:innen wird dir helfen, den richtigen Markt für deine Produkte zu finden.